Customer service headset on computer keyboard

Auf einen Blick

Ein zwanzig Jahre gewachsenes Tool wird auf Basis echter Arbeitsabläufe neu gedacht

Bei einem der größten Business Process Outsourcer der Schweiz begleitete Liongate ein Doppelprojekt: die Ablösung eines über 20 Jahre alten Steuerungstools und die parallele Migration der Telefonielösung von Avaya zu Amazon Connect. Im Zentrum stand die Anforderungsaufnahme für das neue Tool, das künftig rund 160 Agenten und Backoffice-Mitarbeiter täglich nutzen werden. In Workshops mit einer ausgewählten Gruppe von Anwendern entstand zwischen Mai und November 2026 ein vollständiges, handover-fähiges Anforderungspaket für die Entwicklung.

160 Nutzer

profitieren künftig vom neuen Tool

2 User-Gruppen

getrennt in Workshops betrachtet: Backoffice und Agenten

100 Prozent

handover-fähige Dokumentation für die Entwicklung

7 Monate

Laufzeit für Tool-Ablösung und Plattformmigration

Die Herausforderung

Ein Tool, unverzichtbar im Kundengespräch, seit zwanzig Jahren ungebremst gewachsen.

Agenten griffen während jedes einzelnen Kundengesprächs aktiv auf das bestehende Steuerungstool zu. Es identifizierte anhand der eingehenden Telefonnummer automatisiert den passenden Mandanten und lieferte in Echtzeit Handlungsempfehlungen, Eskalationswege und die Möglichkeit zur Case-Erstellung. Eine unübersichtliche Oberfläche oder fehlerhafte Mandanteninformationen wirkten sich in diesem Umfeld direkt auf den laufenden Betrieb aus.

Über mehr als zwei Jahrzehnte war das System gewachsen, ohne je strukturiert bereinigt worden zu sein. Funktionen, die kaum noch genutzt wurden oder längst überholt waren, hatten sich angesammelt und die Oberfläche zunehmend überladen. Weder die datengetriebene Arbeit des Backoffice noch der Gesprächsdruck der Agenten fanden darin noch die passende Umgebung.

Gleichzeitig stand eine technologisch anspruchsvolle Migration bevor: Die bestehende Avaya-Telefonielösung sollte durch Amazon Connect abgelöst werden. Zwei Großprojekte liefen damit parallel, mit einer gemeinsamen Aufgabe und den Anforderungen der Menschen, die täglich mit beiden Systemen arbeiten, mittendrin.

Die Lösung

Anforderungsaufnahme vor Ort, getrennt nach Nutzergruppe, direkt verwertbar für die Entwicklung.

Liongate verfolgte von Beginn an einen klaren Ansatz: Wer verstehen will, wie Menschen tatsächlich arbeiten, welche Abkürzungen sie nehmen, welche Informationen sie wirklich brauchen und was ihnen Sicherheit gibt, muss ihnen persönlich zuhören, vor Ort und in ihrem Arbeitskontext.

Backoffice und Agenten wurden dabei als zwei eigenständige Nutzergruppen mit jeweils eigenen Anforderungen behandelt und getrennt voneinander gehört. Das Backoffice arbeitet strukturiert und pflegt Stammdaten und Mandantenkonfigurationen in Ruhe. Die Agenten arbeiten unter Gesprächsdruck und in Echtzeit und brauchen die richtige Information in Sekundenbruchteilen.

Die ersten Projektblöcke fanden direkt beim Kunden statt. Gemeinsam mit einer ausgewählten Gruppe aus Agenten, Teamleitern und Backoffice-Mitarbeitern machten die Solution Consultants die tatsächlichen Arbeitsabläufe sichtbar, mithilfe von User Story Mapping und Design Thinking. Diese Methoden erfassen auch unausgesprochene Bedürfnisse, eingespielte Workarounds und implizite Erwartungen, die in einem reinen Anforderungsdokument leicht verloren gehen.

Auf dieser Grundlage entwickelte Liongate gezielte UI Guidelines für das neue Tool, mit klaren Vorgaben zu Farben, Kontrasten, Button-Hierarchien und Interaktionsprinzipien für einen Acht-Stunden-Arbeitstag. Abschließend überführten die Solution Consultants alle Erkenntnisse in strukturierte User Stories und Wireframes, präzise und direkt handover-fähig für das Entwicklungsteam.

Aufnahme vor Ort

Workshops mit einer ausgewählten Gruppe aus Agenten, Teamleitern und Backoffice

User Story Mapping

Tatsächliche Arbeitsabläufe der Anwender sichtbar gemacht

Design Thinking

Unausgesprochene Bedürfnisse und eingespielte Workarounds erfasst

Getrennte Perspektiven

Backoffice und Agenten separat betrachtet und gehört

UI Guidelines

Farben, Kontraste und Button-Hierarchien für den Acht-Stunden-Arbeitstag definiert

Handover-fähig

Wireframes und User Stories direkt einsetzbar für das Entwicklungsteam

Das Ergebnis

Ein Anforderungspaket, das die Entwicklung ohne Rückfragen übernehmen kann.

160 Agenten und Backoffice-Mitarbeiter werden künftig mit einem Tool arbeiten, das zu ihrer tatsächlichen Arbeit passt. Möglich wurde das durch eine strukturierte Anforderungsaufnahme mit einer ausgewählten Gruppe von Anwendern aus beiden Bereichen, deren Arbeitsrealität zur Grundlage der Entwicklung wurde.

Am Ende der Anforderungsphase steht ein vollständiges Paket aus User Stories, Wireframes und UI Guidelines, zu 100 Prozent handover-fähig für das Entwicklungsteam. Es bildet nicht nur die Dokumentation für das neue Tool, sondern ein gemeinsames Verständnis zwischen Kunde, Consultant und Entwicklungsteam, auf dessen Basis das neue Tool entsteht.

160 Nutzer profitieren

Agenten und Backoffice erhalten künftig ein Tool, das zur echten Arbeit passt

100 Prozent handover-fähig

User Stories und Wireframes direkt für die Entwicklung nutzbar

2 Nutzergruppen

Anforderungsaufnahme getrennt nach Backoffice und Agenten

Direkt vor Ort erhoben

Workshops mit einer ausgewählten Gruppe echter Anwender

UI Guidelines definiert

Klare Vorgaben für Farben, Kontraste und Interaktion

Doppelprojekt begleitet

Tool-Ablösung und Migration zu Amazon Connect parallel gemeistert

„Nutzerzentrierte Entwicklung beginnt bei den Menschen, die täglich mit dem Produkt arbeiten.“

Unser Beitrag

Unsere Solution Consultants haben die Anforderungsaufnahme für dieses Projekt bewusst vor Ort und im direkten Austausch mit den Anwendern gestaltet. Die Unterscheidung zwischen Backoffice und Agenten als eigenständige Nutzergruppen war dabei der Schlüssel, um ein Tool zu entwickeln, das beiden Arbeitsweisen gerecht wird.

Der Ansatz lässt sich auf jedes Projekt übertragen, in dem ein zentrales Arbeitstool über Jahre gewachsen ist und mehrere Nutzergruppen mit unterschiedlichen Anforderungen bedient. User Story Mapping, Design Thinking und eine konsequent nutzerzentrierte Anforderungsaufnahme schaffen dafür eine Grundlage, die Entwicklungsteams direkt übernehmen können.

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Wie gut kennt ihr die tatsächlichen Arbeitsabläufe eurer Nutzer?

Wir begleiten euch bei der Anforderungsaufnahme für euer nächstes Kernsystem, direkt vor Ort und mit den Menschen, die täglich damit arbeiten.

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Portraitfoto von Dominic Hanl, Head of Solution Consulting

Dominic Hanl

Head of Solution Consulting
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